Die Sektion die was Bewegt
Für den Erhalt der Fankultur:
Das Eishockey bedeutet für uns Emotionen und Leidenschaft.
Das ist die Basis für lebendige Fankultur und stimmungsvolle Atmosphäre in den Fankurven der Stadien. Dieser unabdingbare Bestandteil der Inszenierung Eishockey trägt wesentlich zur Vermarktung der „Ware“ Eishocky bei. Nicht der geniale Paß vom Hochgelobten Stürmern zieht das Publikum in den Bann, sondern die Entladung von Emotionen, sei es beim Überschreiten des Pucks der Torlinie, oder der schrille Off–Seid pfiff, der das vermeintliche Tor für ungültig erklärt. Es ist nur mit dieser Leidenschaft zu erklären, dass selbst die nicht vom dauerhaften Erfolg verwöhnten Eishockeyvereine dennoch jedes Wochenende von uns Fans quer durch die Schweiz begleitet werden. Die Vereine stellen diese Leidenschaft oft genug durch die sportlichen Höhen und Tiefen auf eine harte Bewährungsprobe. Dennoch zeigen wir gerade dann, wenn es um die Existenz der Vereine geht durch unsere Treue und Verbundenheit ein breites Rückgrat, auf dass sich die Vereine abstützen können. Jedoch die gesellschaftskulturellen Entwicklungen rund um das Eishockey lassen uns bedenklich in die Zukunft schauen. Halbleere Stadien in der NLA und in der NLB zeigen aktuell, dass Fehlentwicklungen in diesem Gebiet die Leidenschaft der Fans zu den Vereinen zerstört und diese sich damit sich selbst in Gefahr bringen. Daher treten wir an, um die Vereine im Dialog mit den Fans zu unterstützen, diese Fehlentwicklungen zu bewerten und aus diesen Fehlern Maßnahmen abzuleiten, die dauerhaft für stimmungsvolle Stadien sorgen werden.
1.) Erkennt den Fan als ernstzunehmenden Partner, der aus seiner Leidenschaft heraus alles zum Wohle des Vereines tun wird. Schenkt seiner Stimme Gehör. Was er zu sagen wird zwar auch kritisch sein, aber die Worte sind getrieben von der Angst und von der Sorge um seinen Verein.
2.) Stempelt den Fan nicht zum Sicherheitsrisiko ab.
In jeder Fanszene werden die Emotionen überwiegend positiv für den Verein ausgelebt. Stärkt diese Fangruppen, damit sie Vorbild und Orientierung für die Fan- und
Jugendkulturen werden können und bleiben. Diese Selbstregulierung untereinander ist wirkungsvoller als ständiges Reglementieren von außen.
3.) Gebt den Fans die notwendigen Freiräume in ihrer Fankurve. Stehplätze sind wichtig. Die Jugendkultur möchte sich frei entwickeln, Sitzen in Reih und Glied beengt den Entwicklungsprozess. Das Feuer, die Leidenschaft für den Verein lässt sich so nicht mehr entwickeln. Dieser Fan wandert nach kurzer Zeit wieder ab, besonders wenn die Erfolge ausbleiben.
4.) Gebt den Fans die Möglichkeit, ihren Verein zu erleben.
Die Begleitung des Vereines durch „Dick und Dünn“ ist nur möglich, wenn die Spiele erreichbar bleiben. Um die Anspielzeiten der Spiele herum bilden die leidenschaftlichen Fans ihr restliches Leben. Sie opfern ihren Urlaub, ihre Freizeit und ihren Schlaf um ihren Verein live im Stadion lautstark unterstützen zu können. Die Anspielzeiten müssen planbar und erreichbar bleiben. Wenn dieser Blickwinkel aus den Vereinen verschwindet, verschwindet auch der Auswärtssupport. Fanszenen fallen auseinander, da sich der Kern der Fans nicht mehr regelmäßig treffen kann. Die Orientierungshilfe für die Jugendkultur geht verloren. Der Zusammenhalt zerfällt. In diese Lücken bilden sich Subkulturen, die nicht immer die Interessen der Vereine verfolgen. Gewalttätige und politisch motivierte „Fan“gruppen werden diese Situation ausnutzen. Erreichbar heißt aber auch noch „finanzierbar“. Gebt den Fans - vor allem auch den Jüngeren, die Halt in dieser Fankultur
suchen - die Möglichkeit sich die Spiele leisten zu können. Steigende Preise dürfen nicht dazu führen, dass sozial schwache Eishockeyfans aus dem Stadion verdrängt wird.
5.) Gebt den Fans mit eurem Verein eine Identität. Die Leidenschaft entwickelt sich nicht, weil der Fan zufällig aus dem jeweiligen Gebiet, Dorf oder der Stadt des Vereines kommt. Er bleibt dem Verein auf ewig treu verbunden, der ihn durch seinen Charakter, seiner Aussage am meisten anspricht. Damit das passieren kann, achtet darauf, dass eure Vereine eine unverwechselbare Note bekommen, diese dauerhaft behält und die authentisch das widerspiegelt, womit sich der Fan nun schon jahrelang identifiziert. Dabei sind Vereinsfarben und Logo ein sehr wichtiger Faktor. Aber auch das Rahmenprogramm muss passen. Wir wissen, dass einige Unternehmen sehr viel Geld in das Eishockey stecken und die Vereine dieses Geld auch benötigen, um ihren Fans gutes
Eishockey bieten zu können. Dennoch sind wir Fans insbesondere bei der Auswahl der Farben sehr sensibel. Verliert der Verein seine Identität, verlieren auch die Fans ihre Identität. Die Vereine werden austauschbar, Leidenschaft wird sich nicht mehr entwickeln. Für sportlich schlechte Zeiten wird eure Basis verschwunden sein.